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  • Letzte Änderung: Sonntag 25 Februar 2018.

Die drei Namen des Baratali Yazdani

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Tübingen. Zum ersten Mal hat sich In der Universitätsstadt ein Mensch aus politischen Gründen selbst verbrannt. Der 49-jährige Iraner war 2004 als Asylbewerber nach Deutschland gekommen.

Noch hängt in einer Plastikfolie verpackt der Nachruf auf Baratali Yazdani an einer Platane hinter der Tübinger Stiftskirche. Dort hatte sich der 49-jährige Flüchtling mit Benzin übergossen und angezündet. Medizinstudenten, die gerade auf einer Trauerfeier für Organspender in der Tübinger Stiftskirche waren, stürzten nach draußen. Aber es gab nichts mehr zu reanimieren. Die Polizei sperrte den kleinen von Bäumen bestandenen Hof ab, damit die Notärztin ungestört arbeiten konnte.

Eine Woche später trafen sich Freunde und Bekannte zu einer Trauerfeier am Ort seines Todes, zündeten Kerzen an, versuchten, die erste politische Selbstverbrennung eines Menschen in Tübingen zu verstehen. Sie fanden schnell Antworten: „Sein Tod ist eine Folge der verfehlten deutschen Asylpolitik, die einen Menschen in den Mühlen der Bürokratie zerbricht“, sagten Tübinger Asylaktivisten. „Er hatte keinen Grund, sich zu töten“, erklärte die zuständige Polizeidirektion in Reutlingen. „Er war seit 2013 anerkannt, er hätte arbeiten können, es gibt auch keinen Abschiedsbrief.“

Baratali Yazdani, alias Kaveh Pouryazdani, alias Ali Yazdani, wie es in seiner Gerichtsakte heißt, starb am Donnerstag, 20. Februar, im Alter von 49 Jahren. Er stammte aus einer kurdischen Bauernfamilie aus Bojnurd, einer Stadt an der Nordgrenze des Iran, von Beruf war er Schlosser. Aufgewachsen ist er in Teheran. Er war 14 Jahre alt, als die islamische Revolution über das Land ging. Baratali Yazdani erlebte, wie sich der Staat von einer prowestlichen aber autoritären Monarchie in einen fundamentalistischen Gottesstaat wandelte, wie die Frauen unterdrückt, politische Gegner gefoltert und ermordet wurden. Dann griff der Irak den Nachbarstaat an, der Krieg dauerte acht Jahre. Das Land verarmte, ein Exodus von Iranern begann. Yazdanis erste Migration führte ihn nach Japan. Wie viele in seiner Generation verdingte er sich dort als Gastarbeiter. In diesen drei Jahren lernte er, Konstruktionszeichnungen umzusetzen und wurde etwas, was man in Deutschland einen Industriemeister nennen würde. Er kehrte zurück und wollte im Iran eine Metallbaufirma gründen. Doch ging ihm das Kapital aus, auch weil er zuviele Bestechungsgelder zahlen musste. Nun wollte er wieder nach Japan, aber mittlerweile war dort kein Bedarf an Gastarbeitern mehr. Also verdingte er sich in den Philippinen, in der Hoffnung von dort nach Japan ausreisen zu können. Als sein philippinisches Visum auslief, blieb er weiter illegal im Land. Doch wurde er deswegen verhaftet und saß fünf Monate im Gefängnis. Als er jetzt abermals in den Iran zurückkehrte, wollte er nur noch weg, am besten nach Europa. Er musste sich scheiden lassen, damit ihn die iranischen Behörden ausreisen ließen. Seine damals neun Jahre alte Tochter traf er nie wieder.

Im Tübinger Asylzentrum in der Neckarhalde kickern die Nachbarskinder. Die Männer auf den schwarzen Ledergarnituren schlagen die Zeit tot, weil sie nicht arbeiten dürfen. Sie kommen hierher, wenn ihnen in ihrer Asylunterkunft die Decke auf den Kopf fällt. Vielleicht schlägt die Zeit auch sie tot. Sam, ein junger Iraner, dessen Haare genauso glänzen wie seine schwarzen Augen, war ein guter Freund von Baratali Yazdani. Er hat die Tochter am Display des Smartphones weinen sehen, als er zusammen mit Baratalis Cousin die Todesnachricht überbracht hat. Die Tochter wollte es nicht glauben, sie beharrte darauf, er müsse ermordet worden sein. Aber Sam weiß es besser.

Drei Jahre hauste Sam im Wohnheim. „Kein Hund will so leben “, sagt er, „die Wände sind schimmlig, es ist schmutzig.“ Aber das war nicht das Schlimmste. Er ist nach Deutschland gegangen, weil er frei sein wollte, doch er fühlte sich in Deutschland genauso unterdrückt wie im Iran. „Ich durfte nicht arbeiten, ich durfte nicht reisen. Ich konnte kein Geld verdienen. Drei Jahre konnte ich nichts tun, nichts aufbauen“, sagt Sam, „drei Jahre meines Lebens sind einfach weg!“ Bei Baratali waren es zehn Jahre.

Unter dem Namen Ali Yazdani reiste Baratali Yazdani im Jahr 2004 nach Deutschland ein. Als Grund für seine Flucht gab er an, linksgerichtete Flugblätter verteilt zu haben. Über sein Leben im Iran redete er nicht gerne, nicht einmal mit seinen Bekannten. Die Behörden wollten Papiere sehen. Er weigerte sich. Sein erster Asylantrag wurde abgelehnt, ein Arbeitsverbot sollte ihn dazu bringen, seine richtigen Personalien anzugeben. Doch er hatte sich schon gegen das System im Iran gestellt. Jetzt stellte er sich gegen das deutsche. Er wurde jedoch nicht abgeschoben, sondern erhielt eine Duldung, die er alle drei Monate am Ausländeramt in Tübingen verlängern lassen musste. Ein brüchiger Status einer brüchigen Existenz.

So allerdings hat sich Baratali Yazdani nie gesehen. Im Gegenteil, er legte seinen ersten falschen Namen ab und gab sich einen zweiten: Kaveh Pouryazdani nannte er sich jetzt nach dem Schmied Kaveh Ahangar, einem persischen Helden, vergleichbar mit dem Siegfried der deutschen Heldensage. Unter seinem zweiten falschen Namen begann auch sein zweites Leben als Exil-Kämpfer für die Menschenrechte im Iran.

Mit seinem Infostand vor der Tübinger Stiftskirche gehörte er bald zum Stadtbild. Man machte einen Bogen um ihn, um nicht die gräßlichen Bilder von Folteropfern sehen zu müssen, die er in einer Art Postkartenhalter präsentierte. Einer dieser vielen Tübinger Spinner, dachte man, aber das war ein Irrtum. Yazdani machte einen Sprachkurs, um in Deutschland die gegen iranische Regierung protestieren zu können. Wenn es ihm gelänge, die Deutschen aufzurütteln, würden sich die Verhältnisse im Iran bessern. Er war doch Kaveh, der mythische Held, der von Dorf zu Dorf zog, sein Volk hinter sich vereinte, um es von einem grausamen Tyrannen zu befreien.

Vier Jahre ging das so, dann konnte er die Sammelunterkunft verlassen und zog in ein Tübinger Wohnprojekt, ein ehemals besetztes Haus nahe der wilhelministischen Thiepval-Kaserne am Bahnhof. Es war nur ein WG-Zimmer, mehr konnte er nicht leisten.

Seine Mitbewohner erinnern sich an ihn: Den ernsten Menschen, der den Kopf mit dem schütteren braunen Haar immer leicht schräg hielt. Er konnte ihnen aber auch Geschichten erzählen, lachen, während sie im alten Kasernenhof an breiten Blechstangen Hackfleisch grillten.

„Du willst deinen Freunden Gutes tun und tust dir selbst Schlechtes“, hatte Ferhat zu ihm gesagt, weil der Mann mit dem neuen Namen Kaveh Pouryazdani nach solchen Einladungen über Wochen pleite war. Der 52-jährige IT-Techniker kommt zehn Minuten zu früh auf den Platz hinter der Stiftskirche, damit er einen Satz sagen kann, der die deutschen Vorurteile über Ausländer zunichte machen soll: „die Deutschen können ihre Uhr nach mir stellen“.

„Kaveh war einer der typischen Wirtschaftsflüchtlinge aus dem Iran“, sagt Ferhat. Er ist ein gelassener rundlicher Mann, der sich mit einer kleinen IT-Firma über Wasser hält. Er spricht perfekt deutsch, genießt hohes Ansehen unter den Auslandsiranern. Er kam 1984 ins Land, als die iranische Mittelschicht vor Ayatollah Khomeini floh. Wie ist das, wenn man dreißig Jahre im Exil lebt? Ferhat holt aus seiner Laptoptasche einen karierten Din-4 Block. Er zeichnet ein Bäumchendiagramm. „Hier das bist du!“ Er zeichnet einen Seitenast: „Das ist deine iranische Identität“ und dann zeichnet er wieder einen Ast, „das hier ist deine deutsche Identität“, er fügt einen neuen Strich hinzu, „und das ist deine Identität als Asylbewerber.“ Er zeichnet weitere Striche von weiteren Identitäten auf das Blatt, das unter seinen Händen zu einem Diagramm eines vorhersehbaren Todes wird. „Das hängt alles zusammen, aber du darfst deine eine Identität nie mit der anderen vergleichen. Du darfst nie zwischen diesen Welten hin- und her springen, sonst zerreißt es dich.“ Er ist Abend geworden. Er geht zu der Platane hin, wo das Bild von Kaveh angeheftet ist. „Er konnte das nicht, er konnte sein Leben im Iran nicht abschließen.“ Lange habe er von Selbstmord gesprochen auch seinen anderen Freunden gegenüber. „Ich ehre seinen Tod“, sagt Ferhat. Als er eine Kerze vor der Platane niedersetzt, bricht es aus ihm heraus. „Er war kein schlechter Kerl, sonst hätte er doch so etwas nicht getan!“

Ferhat bezeichnet sich als politischen Mentor von Kaveh, der ihn zu der monarchistischen Partei CPI brachte, die den Schah wieder an die Macht bringen will. Ferhat zeigte ihm die Welt des Internets, er zeigte aber nicht, dass man sich darin verlieren kann. Mit Schwung stürzte sich Kaveh, der Schlosser, in eine Welt des Wissens, sammelte Zitate von Bismarck und Max Weber und stellte sie ins Netz. Er war aber auch empfindlich geworden und verteidigte seine Ideen bis aufs Äußerste, löschte missliebige Kommentare, verstritt sich selbst mit den besten Freunden, wenn es um Politik ging. Die Partei nutzte Kavehs Rede- und Organisationstalent. Fast täglich postete er im Internetforum der Partei zur aktuellen politische Lage im Iran.

„Ich will, dass sich die Menschen bewegen“, sagte Kaveh damals, als er Ferhat kennen lernte. „Dann bewege dich selbst“, sagte Ferhat.

„Ich will, dass die Menschen aufwachen“, sagte Kaveh. „Bist du schon aufgewacht?“, fragte Ferhat.

Ein zweites Asylverfahren begann 2008. Kaveh machte geltend, dass er Monarchist geworden sei. Doch die Monarchisten werden im Iran toleriert. Sein Antrag wurde abgelehnt, seine Anwältin konnte nichts mehr für ihn tun und legte das Mandat nieder.

Die Kanzlei in der Tübinger Südstadt könnte ein paar Eimer Farbe vertragen. Doch der Anwalt kommt schwer zu seinem Geld. Manche Asylbewerber zahlen in Raten, manche gar nicht.

„Vielleicht will ich ja die Welt verbessern!“ Der Anwalt blättert fahrig in dem Ordner. Flap, Flap, Bündel von Kopien klatschen auf den Aktendeckel. Das bleibt von einem Menschen: eine Akte und ein Grabstein. Der Anwalt kaut an den Nägeln, zieht die Urteile heraus. Eine Fingerspitze blutet, macht rote Kleckse auf die Schriftsätze, die jetzt so etwas wie Todesurteile geworden sind. Kaveh hat seinen neuen Anwalt korrekt bezahlt. Die 300 Euro hat ihm ein Freund geschenkt. Kaveh wollte die Summe nicht annehmen, also verständigten sie sich darauf, dass das Geld geliehen sei.

„Sie müssen mit den deutschen Behörden zusammen arbeiten“, sagte der Anwalt dem misstrauischen demoralisierten Kaveh, „legen Sie ihre Personalien offen“, riet er, und er sagte auch: „Wir schaffen das!“ Er sollte recht behalten.

Sie versuchten es mit einer Handvoll Wasser, denn im Iran ist es strafbar, sich taufen zu lassen. So begann sein letzter Lebensabschnitt, der kürzeste. Kaveh Pouryazdani nahm in Deutschland seinen dritten Namen an, jener Name, den ihm Vater und Mutter gegeben haben: Baratali Yazdani. Im Sommer 2013 wurde Kaveh in einer kleinen Gemeinde in Dornstetten, in der viele Iraner sind getauft. Im August erhielt seine Anerkennung als Flüchtling, aber erstaunlicherweise nun nicht wegen seiner neuen Religion, sondern tatsächlich wegen seiner politischen Tätigkeit im Exil.

Im September bekam er die Arbeitserlaubnis. Aus dem Volksbefreier Kaveh, war Baratali der Flüchtling geworden und während Kaveh einen Lebenssinn hatte, war Baratali einfach müde.

Die Polizei hat keinen Abschiedsbrief gefunden, aber vielleicht gibt es ihn doch. Hansjörg Ostermayer, ein grauhaariger Mann mit tiefen blauen Augen lehrt Deutsch im Auftrag eines privaten Vereins. Der sensible Mann gibt sich einen Teil der Schuld. Hätte er mehr über Selbstmörder gewusst, dann hätte er die Anzeichen doch spüren müssen, glaubt er. Wie viele Lehramts-Studenten seines Jahrgangs hatte er keine Chance auf eine Anstellung beim Staat. Auch er fühlte sich vom System abgestoßen und blieb auf sich allein gestellt. Ostermayer verdiente sein Geld als Schauspieler, Geschichtenerzähler und Sprachlehrer. Als sich Baratali Yazdani bei ihm meldete, erkannte ihn Ostermayer sofort wieder: „Du bist doch Ali? Du hast doch vor schon vor zehn Jahren einen Kurs bei mir gemacht?“

Heute machen Rumänen einen Großteil seiner Schüler aus. Im Unterrichtsraum hängt von jedem Kursteilnehmer ein Streckbrief mit einem Lebenslauf und einem Bild aus seinem Heimatland. Baratali Yazdani klebte jedoch kein Bild einer iranischen Sehenswürdigkeit auf seinem Poster: Man sieht einen schreienden Mann in einer anonymen Menschenmenge. Darüber steht, was Ostermayer aus Stichworten Yazdanis zusammengeschrieben hat. Es ist sein politisches Vermächtnis:

„Ich glaube, es ist ein großes Glück, Freiheit und Menschenrechte zu haben. Dieses Glück wünsche ich auch meiner Heimat. Ja, das ist mein größter Wunsch.“

Er wollte jetzt Geld verdienen, Gutes tun, seiner Tochter eine gute Ausbildung ermöglichen. Doch die Bewerbungen, die er wegschickte, wurden nicht beantwortet. Yazandi war zwar anerkannt, aber lebte immer noch am untersten Rand der deutschen Gesellschaft. Vielleicht schlich sich jetzt ein Gefühl ein, das zu den bittersten gehört, die ein Mensch fühlen kann. Das Gefühl, vor seinen Kindern versagt zu haben.

Er war zusehends älter geworden, die Bilder aus den letzten Wochen seines Lebens sind kaum vergleichbar mit denen von Kaveh, dem Freiheitskämpfer. Jetzt sieht man einen grauen Bart, eingefallene Wangen. Wenige Tage bevor er starb, bestand er zum zweitenmal die deutsche Sprachprüfung. Aber es ging ihm immer schlechter, jede Nacht sah er bis fünf Uhr Fernsehen, rauchte, trank, suchte Hilfe bei einem Psychologen.

„Er wirkte beflissen, wie jemand, dem alles egal ist“, sagt sich Ostermayer, „Er hat zuviel getrunken“, erinnert sich Sam. Ferhat weiß noch, dass Baratali sich am letzten Abend mit seinem Cousin getroffen hat, zwei Bier trank und dann nach Hause ging.

Am Morgen seines Freitodes postet er bei Facebook das Bild einer brennenden menschlichen Fackel, es war das Foto eines Landsmanns, der sich vor dem iranischen Ölministerium angezündet hatte. Dann verlässt er seine Wohnung.

Gegen 11 Uhr stiehlt er an einer Tankstelle Benzin, übergießt sich damit und will sich anzünden. Das Personal rennt nach draußen, um ihn von der Tat abzuhalten, nicht auszudenken, wenn das Feuer auf die Tankstelle übergreift. Baratali flieht in Richtung Stadtmitte, rennt den Hügel empor, auf dem sich die Stiftskirche erhebt. Im kleinen Hof hinter der Kirche hält er an. Er hat einen Rucksack bei sich, aber keine politischen Plakate. Dann drückt er auf das Feuerzeug.

„Verbrannte Person am Holzmarkt“, heißt es lapidar im Funk der Notrufleitstelle. Weil ständig alle möglichen Falschmeldungen die Leitstelle erreichen, denkt sich die Notärztin nichts dabei, zieht die Gummi-Handschuhe an und fährt los.

Sie findet einen völlig verkohlten Körper, der auf der Seite liegt. Sie kann den Mund des Sterbenden nicht öffnen. Es ist keine Arterie mehr da, in die sie eine Infusion legen kann, sie findet eine Stelle unterhalb des Knies, wo sie eine Kanüle in die Knochenhaut drückt, und pumpt die stärksten Schmerzmittel hinein, die sie hat.

Er lebt noch 15 Minuten. Yazdani kann keinen Muskel bewegen, nichts drückt seinen Schmerz aus. Der Tod kommt erst in der Notaufnahme der Berufsgenossenschaftlichen Klinik in Tübingen.

Die Notärztin wohnt am Rande der Altstadt an der Flanke eines Hügels. „Wir können unsere Grenzen nicht einfach öffnen“, sagt sie, „aber wir hätten ihn mehr betreuen müssen.“ Sie läuft die Treppe hinunter mit mädchenhaften, unbekümmerten Bewegungen. Sie hat in ihrem Leben alle Arten von verbrannten, zerfetzen, verstümmelten Menschen gesehen. Sie denkt an die vielleicht sieben oder acht Toten, die sie nie mehr in ihrem Leben vergessen wird und daran, dass in dem verkohlten Körper von Baratali Yazdani das Herz noch schlug und das Gehirn noch arbeitete. Was hat er gedacht, was hat er gefühlt in den letzten Minuten seines Lebens? fragt sich die Notärztin. Doch das wird nie jemand erfahren.


Anmerkung: Die Namen von Ferhat und Sam sind geändert.

Dr. Ulrich Stolte